Briefwechsel Band VIII 1879 – 1888

Philipp Anton von Segesser

Bearbeitet von Heidi Bossard-Borner

2012 536 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag

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Mit der Gotthardfrage und der Suche nach einer Lösung für das vom Kulturkampf versehrte Bistum Basel knüpft Band VIII unmittelbar an den Briefwechsel der Jahre 1876–1878 an. Seinen eigentümlichen Charakter verdankt der Band, der das letzte Jahrzehnt von Segessers Leben dokumentiert, jedoch der Konfrontation mit den Themenbereichen Alter, Krankheit und Sterben. Der Verlust langjähriger Weggefährten wie der Bundesräte Dubs und Heer, zunehmende eigene gesundheitliche Beschwerden und schließlich die Krankheit zum Tode verbanden sich in Segessers Wahrnehmung mit einem Generationenwechsel, der auch ein Paradigmenwechsel innerhalb der katholisch-konservativen Partei war. Während sich die konservative Politik vom streng föderalistischen Standpunkt löste und die Annäherung an den freisinnigen Bundesstaat erprobte, setzte auf gesellschaftlicher und mentaler Ebene die Ausformung dessen ein, was später als katholisches Milieu bezeichnet werden sollte. Mit Besorgnis beobachtete der alternde Staatsmann auch im eigenen Kanton die zunehmende Tendenz zur Klerikalisierung, die mit seinem Verständnis von katholischem Konservativismus unvereinbar war.