Briefwechsel Band IX 1827 – 1841

Philipp Anton von Segesser

Bearbeitet von Heidi Bossard-Borner unter Mitarbeit von Susanne Köppendörfer

2012 688 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag

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Mit den Briefen aus der Jugend- und Studentenzeit bietet Band IX ein Porträt des Politikers als junger Mann. In vielem klingt bereits das an, was in späteren Jahren für Segesser typisch werden sollte: das Bewußtsein, daß die patrizische Abstammung Verpflichtung zum Dienst an der Res publica sei, der pointierte Antiliberalismus, der sich in diesen Jahren noch mit einer gehörigen Portion Standesdünkel verband, die innige und zugleich so unverkrampft gelebte katholische Frömmigkeit und nicht zuletzt die hohen Ansprüche an sich selbst.

Das Herzstück des Bandes besteht in der Korrespondenz, die der angehende Jurist von seinen Studienorten in Deutschland sowie von Wien und Paris aus mit den Eltern pflegte. Während die Politik mehr subkutan, im Sinne des Wissens, wo man hingehört, präsent ist, dominieren im regen Austausch mit dem Elternhaus die alltäglichen Freuden und Leiden. Genauso interessant wie die Berichte des hochbegabten Studenten, dessen wissenschaftliche Höhenflüge durch die sehr beschränkten finanziellen Möglichkeiten der Eltern begrenzt wurden, sind die Einblicke in das Familienleben und das facettenreiche Bild der patrizisch-bürgerlichen Luzerner Gesellschaft, das sich vor allem in den Briefen der Mutter entfaltet.