143 / Bürger und Christ

Jonas Pavelka

Politische Ethik und christliches Menschenbild bei Ernst-Wolfgang Böckenförde

2015 328 Seiten, broschiert

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978-3-7278-1776-2

Der vorliegende Band würdigt das wissenschaftliche Wirken des langjährigen Verfassungsrichters und engagierten politischen Katholiken Ernst-Wolfgang Böckenförde und erschließt es für die Theologie und insbesondere für die theologische Ethik. Das Œuvre des in Freiburg lebenden Staatsrechtlers und Rechtsphilosophen wird sowohl in seinen politischen als auch in seinen theologischen, kirchlichen und christlichen Beiträgen rekonstruiert und der normative und christliche Gehalt herausgearbeitet.

Böckenförde tritt ein für ein positiv-affirmatives Verhältnis der Trennung von Kirche und Staat und zum rechtsstaatlichen Freiheitsverständnis. In Würdigung der Erklärung über die Religionsfreiheit „Dignitatis humanae“ des Zweiten Vatikanischen Konzils konstatiert er einen Wandel vom Recht auf die Wahrheit zum Recht der Person und ermutigt sowohl die Theologie als auch die Kirche und die Christen, das Ethos des freiheitlichen Rechtsstaates durch ein christliches Engagement mitzugestalten. Nach wie vor meldet er sich, z. B. in den Debatten um die Menschenwürde, den Lebensschutz und die Religionsfreiheit in profilierter Weise zu  Wort und zeigt sich so dem verpflichtet, was Antrieb seines Schaffens war und ist: „Simul civis et christianus“ – zugleich Bürger und Christ zu sein.

 

Jonas Pavelka, geb. 1982, Bildungsreferent im Heinrich Pesch Haus, Katholische Akademie Rhein-Neckar, Ludwigshafen.