145 / Theologie und Menschenrechte

Konrad Hilpert

Forschungsbeiträge zur ethischen Dimension der Menschenrechte

Teil 2

2016 288 Seiten, broschiert

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978-3-7278-1778-6

Die Menschenrechte, wie sie 1948 von den Vereinten Nationen deklariert wurden, sind das Resultat der Bemühungen um die weltweite Anerkennung eines Minimums von Grundsätzen politischer Ethik, ausgelöst und bestärkt durch die Erfahrung andauernden schweren Unrechts. Zugleich sind sie aber immer noch ein Versprechen auf Zukunft hin, das zwar in Angriff genommen, aber in der politischen Realität bei Weitem nicht eingelöst ist und immer wieder von Neuem enttäuscht wird. Bewaffnete Konflikte und Millionen von Menschen auf der Flucht zeigen das ebenso wie die Zerstörung lebenswichtiger Räume und Ressourcen und die Missachtung bzw. Ausforschung der Privatsphäre von Bürgern.

Das Werk enthält Forschungsbeiträge, die der Autor in den letzten anderthalb Jahrzehnten aus unterschiedlichsten Anlässen zur Thematik erarbeitet hat. Sie befassen sich sowohl mit den geschichtlichen Kontexten der Entstehung der Menschenrechte als auch mit den theoretischen Voraussetzungen ihrer Geltung. Der den Menschenrechten eigene Anspruch universell zu gelten, lässt nach dem Verhältnis von Christentum und Menschenrechten fragen. Dazu bietet der vorliegende Band eine Reihe grundsätzlicher Überlegungen, ferner Abhandlungen zu Religionsfreiheit und Toleranz sowie Reflexionen zum Verhältnis von katholischer Kirche und Menschenrechten.

 

Konrad Hilpert, geb. 1947 in Bad Säckingen, Studium der Philosophie, katholischen Theologie und Germanistik an den Universitäten Freiburg i.Br. und München. Promotion und Habilitation an der Universität Freiburg i.Br; 1990 - 2001 Professor für Praktische Theologie und Sozialethik an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken; 2001 - 2013 Inhaber des Lehrstuhls für Moraltheologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München.